Diagnose- und Förderklassen

 

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Mit Beginn des Schuljahres 1989/90 wurden in Gersthofen schrittweise die ersten sonderpädagogischen Diagnose- und Förderklassen aufgebaut.  Diese Klassen verstehen sich als Hilfe und Angebot für Kinder, die noch nicht oder auch weiter nicht in der Lage sind, erfolgreich am Unterricht an der Grundschule teilzunehmen.  Lernprobleme können in den Bereichen Wahrnehmung, Konzentration, Motorik, Sprache, Selbstständigkeit, Sozialverhalten und Kognition liegen.

 

                 

Rahmenbedingungen in der DFK

 

Die Diagnose- und Förderklassen bieten besondere Hilfen beim Erlernen des Lesens, Rechnens und Schreibens:

 

  Unterricht in kleineren Klassen

  Sonderpädagogische Ausbildung der meisten Lehrer/innen

  Aufteilung des Unterrichtsstoffes der ersten beiden Grundschuljahre auf drei Jahre

  Ganzheitliche Förderung, die die gesamte Persönlichkeit des Kindes mit allen Stärken und ihm eigenen Fähigkeiten berücksichtigt

  Therapeutische Elemente für die Förderung der Motorik, Wahrnehmung, Sprache, .... als wichtige Bestandteile des Unterrichts.

  Intensive Elternarbeit

  Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen , wie Therapeuten, Erziehungsberatungsstellen,...

  Umfassende Diagnostik als Basis einer schülergerechten Förderung

 

Förderung
 

Die Franziskus-Schule bietet für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf zwei Möglichkeiten:

 

  Die 3-jährige DFK

        Der Lernstoff der beiden ersten Grundschuljahre wird auf drei Schuljahre ausgedehnt.

        Das bedeutet, dass die Kinder zuerst eine erste Klasse (1), dann eine Zwischenklasse (1 A)
        und dann erst die zweite Klasse (2) besuchen.

        Die Kinder haben also ein Jahr mehr Zeit als in der Regelschule!

  Die 2-jährige DFK

        Wie in der Regelschule wird hier der Stoff der 1. und 2. Jahrgangstufe in zwei Jahren behandelt.

 

 

Ausblick

 

Nach jedem Jahr des Besuchs einer Diagnose- und Förderklasse können die Erziehungsberechtigten eine Entscheidung über die weitere schulische Zukunft ihres Kindes treffen.

 

  Einige Schüler können an die Grundschule zurückgeführt werden

  Kinder, die für eine Rückführung nicht in Frage kommen, deren Entwicklung jedoch einen erfolgreichen Besuch der Hauptschule
    verspricht, können in den Jahrgangsstufen 3 und 4 am Förderzentrum in eigenen GS- Klassen nach dem Grundschullehrplan
    unterrichtet und gefördert werden.

  Ein Teil der Kinder besucht nach der dreijährigen DFK  die 3. bzw. 4. Klasse zur individuellen Lernförderung.
    Diese Schüler können bis zur 9. Klasse am Förderzentrum unterrichtet  und gefördert werden.
    Schwerpunkte sind hier die Festigung der Kulturtechniken, die Befähigung zur außerschulischen und außerberuflichen Lebensbewältigung
    sowie die berufliche Orientierung und die Berufswahlreife.

 

 

In der langjährigen Arbeit in sonderpädagogischen Diagnose -und Förderklassen hat sich herausgestellt, dass eine individuelle Förderung dann den größten Erfolg verspricht, wenn sie frühzeitig ansetzt. Einer umfassenden und fundierten Schuleingangsdiagnostik kommt in diesem Zusammenhang größte Bedeutung zu. Kinder, die bereits im Vorschulbereich bzw. bei der Schuleinschreibung an der Grundschule auffällig werden, können sich auf Wunsch der Erziehungsberechtigten am Förderzentrum einer eingehenden Diagnostik unterziehen. Im Anschluss daran kann die bestmögliche Förderung für das Kind eingeleitet werden, sei es durch geeignete Stütz- und Fördermaßnahmen an der Grundschule oder durch den Besuch einer zwei- bzw. dreijährigen Sonderpädagogischen Diagnose- und Förderklasse. Darüber hinaus können gezielt verschiedene außerschulische Therapien (Logopädie, Ergotherapie, Psychotherapie, Krankengymnastik,..) empfohlen werden.

 

 

  

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